FAKE-Betrugsmails rund um ID Austria erkennen (NL 10b/26)

Wenn Betrug und Realität verschmelzen, wird es gefährlich.

Vorige Woche konnten Sie den Medien entnehmen, dass bereits rund 5 Millionen Österreicher die ID Austria für Identifizierung bei Behördenwegen, etc. verwenden. Dass aber in den nächsten Monaten rund 300.000 Zertifikate der ID Austria ihre Gültigkeit verlieren.

Wer nicht rechtzeitig verlängert, muss ein neues beantragen. UND GENAU DAS NUTZEN BETRÜGER AUS, warnt die auf Internet-Fallen und -Betrug spezialisierte Plattform Watchlist Internet. Aktuelle SMS-Nachrichten (und wohl auch künftige E-mails zum Thema), die vor einem zeitnahen Ablaufen warnen, sind Betrugsversuche! Woran die Falle zu erkennen ist, erklärt dieser Artikel.

Zusätzlich geben wir hilfreiche Tipps zur sicheren Online‑Nutzung und verweisen auf eine kostenlose Webinarreihe „Sich vor Internet-Betrug schützen“, die praktische Unterstützung im Umgang mit Internetbetrug bietet.

Alle Details dazu unten anbei. Plus Tipp, wie man prüfen kann, ob und wann das eigene Zertifikat abläuft.

Aus Dringlichkeitsgründen und um Betrugsversuche möglichst „im Keim zu ersticken“, ist dieser Beitrag für alle unsere Leser zugänglich.
Wir freuen uns aber natürlich über weitere Mitgliedschaften.
Mitglied werden geht schnell und kostet nicht die Welt: 33 € bzw. 49,5 € im Jahr.
Klicken Sie hier, um IVVA Mitglied zu werden….

 

Hier folgen Details, um Sie, Ihre Mitarbeiter und Ihre Kunden vor dieser aktuellen und gefährlichen Betrüger-Masche zu warnen.
Gerne können Sie unseren Newsletter samt Links an Ihre Mitarbeiter und Kunden weiterleiten.

A) Allgemeine Hinweise, wie man „Betrugsmails leicht erkennen kann“

Viele von Ihnen werden es gemerkt haben: Die Spam-Welle und Fake-Betrugsmails haben vor Ostern nochmals einen Höhepunkt erlebt.

Die auf Internet-Fallen und -Betrug spezialisierte Plattform Watchlist Internet warnt schon seit Jahren vor solchen Fake-Mails, egal ob von angeblichen Postzustellern („Konnten Ihr Paket nicht zustellen), Sozialversicherung („Anspruch auf Kostenerstattung“) Banken („verdächtige Aktivitäten erkannt“), Firmen („holen Sie sich Ihren Gewinn ab“), Behörden, etc. Eine kleine Auswahl können Sie hier nachlesen…

Vor Ostern kursierte eine perfekt gemachte E-Mail, die behauptete, dass man ein Guthaben bei der Sozialversicherung hätte.
Die früheren Tipps (E-Mail enthält Rechtschreibfehler, Grammatikfehler oder enthält keine Links zu Impressum oder sonstige Webseiten des angeblichen Absenders) helfen nicht mehr, um FAKE-Mails zu erkennen.

Dennoch gibt es immer noch folgende Tipps, an denen man betrügerische FAKE-Mails leicht erkennen kann:

  1. Schauen Sie sich die Absender-Adresse genau an.
    Zumeist klingt sie ähnlich, wie der behauptete Absender, aber nicht genauso.
    Wenn Sie unsicher sind, kopieren Sie die E-Mail-Adresse und suchen Sie im Internet danach. Sie werden herausfinden, dass diese FAKE-Mail-Adresse nicht echt ist.
  2. Keine PERSÖNLICHE Anrede:
    Da diese E-mails an hundertausende gestohlene oder erfundene (nach Zufallsprinzip ausprobierte) E-Mail-Adressen versandt werden, macht sich niemand die Mühe, Sie persönlich anzureden.
    Im Screenshot unten anbei sehen Sie: Sehr geehrte/r,
  3. NIEMALS auf LINKS in der E-Mail klicken, sondern prüfen, welche Mail-Adresse „unter dem Link versteckt liegt“.
    Das Ziel von solchen Fake-Mails ist, dass Sie auf einen Link klicken, der Sie auf die Seite der Betrüger weiterleitet.

Um zu prüfen, WELCHER LINK unter dem Link-Button steckt, gehen Sie mit der Maus über den Link – NICHT KLICKEN – und schauen sich an, welcher Link eingeblendet ist. Im Screenshot unten anbei sehen Sie, dass sich unter dem Button „Daten aktualisieren“ nichts von der Sozialversicherung versteckt, sondern: https://deitora….

 

B) Aktuelles Bedrohungspotential: Das Zertifikat für die ID Austria läuft ab?

Watchlist Internet hat die ersten Fälle analysiert, die seit ein paar Tagen unterwegs sind. Der Aufbau der Betrugsmasche könnte typischer nicht sein. Eine SMS-Nachricht warnt vor dem drohenden Ablaufen des ID-Austria-Zertifikats. Um das zu verhindern, müsse innerhalb weniger Tage reagiert werden. Praktischerweise führt der integrierte Link zu einem Portal für die bequeme Verlängerung. Angeblich.

Tatsächlich öffnet das Klicken auf besagten Link eine Fake-Website. Über die dort platzierte Abfragemaske wollen die Kriminellen an allerlei sensible Informationen wie Usernamen, Passwörter und Bank- bzw. Kreditkartendaten gelangen.

 

Und Watchlist Internet gibt folgende Tipps, die beim Erkennen der betrügerischen Absicht helfen:

– Die zuständigen Stellen versenden keine SMS-Warn-Nachrichten bzw. E-mails, die einen Link zur Verlängerung enthalten!

– Sie werden zeitlich unter Druck gesetzt: Ist etwa von „einer letzten Erinnerung“ die Rede, oder liegen zwischen dem angeblichen Ablauf des Zertifikats und der Nachricht nur wenige Tage, liegt wohl ein Betrugsversuch vor.

– Die Absender-Nummer stammt nicht von ID Austria oder A-Trust, sondern von irgendeiner Nummer (versuchen Sie „who is plus Telefon-Nummer im Browser einzugeben und den Absender zu identifizieren).

– und der WICHTIGSTE TIPP: schauen Sie sich die „domain-Adresse“ des Links GENAU AN (mit der Maus auf den LINK gehen, aber nicht klicken: Die Link-Adresse hat mit ID Austria oder A-Trust nichts zu tun, SCHAUEN ABER ÄHNLICH aus. Z.B. ld-austria.at-kundenident.info oder web-id-austria.info nennt Watchlist Internet beispielshaft.
DIE ECHTE, offizielle Webseite lautet id-austria.gv.at und A-Trust hat a-trust.at als Domain.
Alle ähnlich klingende Adressen sind BETRUGSVERSUCHE.

Weitere Details und Screenshots finden Sie auf Wachlist Internet hier…


Tipp: Prüfen Sie, ob IHRE ID Austria wirklich die Gültigkeit (bald) verliert:
So funktioniert’s!

Wer überprüfen möchte, wie lange ein ID-Austria-Zertifikat noch gültig ist, kann den notwendigen Check ganz einfach selbst durchführen. Auf der Website von A-Trust gibt es eine eigene Abfragemaske, die exakt die gewünschten Informationen liefert. Alles, was es dafür braucht, sind die Login-Daten für die ID Austria. Zu finden ist der praktische Online-Check hier.

 

Keine Verlängerung = Weg aufs Amt!
Die Verlängerung eines gültigen Zertifikats können Sie in der ID Austria online mit nur wenigen Klicks erledigen. Wer die Frist ohne Verlängerung verstreichen lässt, muss ein neues Zertifikat beantragen. Dafür braucht es allerdings einen Präsenztermin auf dem zuständigen Amt.


In die Falle getappt? Das sollten Sie jetzt tun!

Wie bei allen anderen Phishing-Fallen gilt auch hier: Reagieren Sie möglichst rasch und verständigen Sie die betroffenen Stellen!

 

C) Kostenlose Webinar-Serie zum Thema „So schützen Sie sich im Internet“

Sie sehen also, die früheren Tipps (E-Mail enthält Rechtschreibfehler, Grammatikfehler oder enthält keine Links zu Impressum oder sonstige Webseiten des angeblichen Absenders) helfen nicht mehr, um FAKE-Mails zu erkennen.

 

Tipp: Watchlist Internet bietet mit mehreren Arbeiterkammer-Organisationen zahlreiche KOSTENLOSE Webinare für mehr Sicherheit im Internet an.

Wie kaufe ich im Internet sicher ein? Wie erkenne ich KI-manipulierte Inhalte und was weiß das Internet über mich? Die Webinare geben nicht nur Antworten auf diese Fragen, sondern auch praktische Tipps und die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Die Webinare finden online über Zoom statt. Den Veranstaltungslink zur Teilnahme erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung per E-Mail. Die Teilnahme ist kostenlos und nach Anmeldung möglich.

 

Termine und Themen

  • Internetkriminalität: Betrugsfallen & Fakes im Internet erkennen – Dienstag, 14. April 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Wie erkenne ich Fake News? So prüfen Sie Informationen im Netz, Dienstag, 21. April 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • KI-Chatbots als digitale Begleiter: Die Bedeutung von AI-Companions für Kinder und Jugendliche, Dienstag, 28. April 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Männersache – Frauensache: Vorurteile in digitalen Medien, Dienstag, 5. Mai 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Digitale Mediennutzung: Wie kann ich mein Kind gut begleiten? Dienstag, 12. Mai 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Gewalt im Netz: Was Eltern tun können, Dienstag, 26. Mai 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Smartphone, Tablet & Co. sicher nutzen! Dienstag, 2. Juni 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • So bezahlen Sie sicher im Internet, Dienstag, 9. Juni 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Soziale Netzwerke als tägliche Begleiter, Dienstag, 16. Juni 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Selbstdarstellung, Schönheitsideale & Rollenbilder in digitalen Medien, Dienstag, 23. Juni 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • KI verstehen: Grundlagen und Herausforderungen, Dienstag, 15. September 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Mein Ruf im Netz: Was weiß das Internet über mich? Dienstag, 22. September 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Wie erkenne ich betrügerische Werbung in sozialen Netzwerken? Dienstag, 29. September 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Sexuelle Belästigung online: Wie schütze ich mein Kind vor Cyber-Grooming? Dienstag, 6. Oktober 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Sicher kaufen & verkaufen auf Kleinanzeigenplattformen, Dienstag, 13. Oktober 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Zwischen Glücksspiel und Computerspiel – Jugendliche und Mobile Games, Dienstag, 20. Oktober 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Cybermobbing: Erkennen, handeln, unterstützen, Dienstag, 10. November 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Medienkompetenz – was ist das eigentlich? Dienstag, 17. November 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Gesundheit im Netz: Unrealistische Wirkversprechen entlarven, Dienstag, 24. November 2026 von 18:30–20:00 Uhr
  • Sicheres Online-Shopping, Dienstag, 1. Dezember 2026 von 18:30–20:00 Uhr

Dieses Angebot wird von Saferinternet.at mit der Unterstützung der Arbeiterkammer Burgenland und der Arbeiterkammer Niederösterreich möglich gemacht.

Mehr zu den Details und den Anmelde-Möglichkeiten finden Sie hier…

Das IVVA-Team hofft, dass weder Sie, noch Ihre Mitarbeiter, noch Ihre Kunden auf solche Fake-Mails hereinfallen und zu schnell auf Links klicken.

Ich möchte künftig topaktuell informiert werden. Senden Sie mir Ihre kostenlosen IVVA-News zu.

MITGLIEDER LOGIN