Leasing: Chancen Gewerbeleasing und steuerliche Vorteile (NL 8b/26)

Walter Rimpl, checkeasing, Foto beigestellt

IVVA-Interview mit Walter Rimpl, Geschäftsführer von Checkleasing, der unabhängigen Leasing-Vergleichsplattform

Der IVVA führte ein ausführliches Gespräch mit Walter Rimpl, Geschäftsführer von Checkleasing, über die aktuelle Entwicklungen am Leasing-Markt im Allgemeinen und 2 Aspekten im Speziellen: Einerseits die große Marktchance im Bereich des Gewerbeleasings und warum sich ganz besonders hier Chancen für Berater und Vermittler ergeben. Auch aufgrund der steuerlichen Vorteile, die sich für Unternehmer seit dem 1. November ergeben.

Und auf ausdrücklichen Wunsch zeigt GF Rimpl im 2. Teil des Interviews auf, wie Vermittler trotz starker Autohändler‑Konkurrenz im Leasinggeschäft bestehen, zusätzliche Einnahmen erzielen und zugleich ihre Kunden auch als Versicherungskunden behalten können: Denn oft geht durch ein Leasingangebot im Autohaus auch der Versicherungsvertrag verloren.

Gewerbeleasing: Große Marktchancen und steuerliche Vorteile nutzen

IVVA: Herr Rimpl, Sie sind viel in Betrieben unterwegs. Was beeindruckt Sie dabei besonders?

GF Walter Rimpl: Immer wieder der Mut und die Verantwortung der Unternehmer. Ich war zum Beispiel bei einem Werkzeugbauer, der Präzisionsformen für Kunststoffteile wie Duschgelkappen herstellt. Diese Werkzeuge kosten oft eine halbe Million Euro. Und in einer völlig unscheinbaren Halle stehen dann 30 bis 40 Maschinen. Das zeigt, wie groß das Risiko, aber auch die Leidenschaft dieser Unternehmer ist. UND – wieviel Leasingpotenzial hier schlummert!

IVVA: Und wie entwickelt sich das Leasinggeschäft derzeit?

GF Rimpl: Enorm stark. Wir hatten einen unglaublich dynamischen Jahresstart. Normalerweise ist der Jänner noch eher ruhig, aber heuer ging es vom ersten Tag an richtig los. Woran das liegt, kann niemand genau sagen. Vielleicht wurden Investitionen aufgeschoben und werden jetzt nachgeholt. Besonders stark laufen Gewerbe‑Kfz, Maschinen und Geräte. Genau auf diesen Bereich fokussieren wir uns dieses Jahr. Und haben dazu – für den Bereich Gewerbeleasing – mit unseren Partner-Banken erfolgreich,hervorragende Konditionen verhandelt. Zum Vorteil unserer Partner und deren Kunden.

IVVA: Bedeutet das auch neue Chancen für Agenten und Makler?

GF Rimpl: Definitiv. Viele Gewerbekunden wissen gar nicht, dass ihr Berater auch Leasing anbieten kann. Im Kfz‑Bereich hat sich dieses Bewusstsein langsam entwickelt, aber im „Maschinenbereich“ steht der Kunde noch fast immer allein mit seiner Hausbank da. Dazu kommt: Viele Banken haben die persönliche Gewerbebetreuung zurückgefahren, dann steht der Unternehmer ganz ohne Ansprechpartner da, nur weil er ein Zusatzprodukt wie Leasing braucht. Hier liegt enorm viel brachliegendes Potenzial für selbstständige Vermittler.

IVVA: Aber Sie empfehlen auch, Leasing nicht automatisch über die Hausbank abzuwickeln? Warum?

GF Rimpl: Ganz einfach: Auch wenn man einen guten Berater vor Ort hat, ist es oft ungünstig, denn damit wird der Kreditrahmen des Unternehmens belastet. Viele Unternehmer möchten aber ihre Kreditlinie bei der Hausbank freihalten. Lagert er das Leasing über uns aus, bleibt diese unangetastet.
Dazu kommt, dass wir das Angebot bankenübergreifend vergleichen und oft deutlich bessere Konditionen bieten können. Ein gutes, aktuelles Beispiel ist ein Notfalldienst für Hydraulikschläuche. Der kaufte eine spezielle Maschine aus Holland im Wert von mehreren hunderttausend Euro. Wir konnten die Finanzierung schnell und günstig organisieren. Ja, wir können auch Importe abbilden. Der Kunde genoß die kompetente Unterstützung und der Agent konnte demnach das Vertrauen zum Kunden weiter stärken.

IVVA: Seit Ende 2025 gibt es den erhöhten Investitionsfreibetrag (IFB). Wie kann ich dieses „Steuerzuckerl“ im Leasing-Vertrieb einsetzen?

GF Rimpl: Für klassische Investitionen sind 20 Prozent zusätzlich im ersten Jahr absetzbar, für ökologische Investitionen sogar 22 Prozent. Das gilt bis Ende 2026.
Aber Achtung. Hier gilt es aufzupassen und den Kunden korrekt zu beraten:
Der Unternehmer muss das Wirtschaftsgut selbst aktivieren, also in seiner Bilanz führen. Klassisches Leasing fällt damit aus. Genau deshalb bieten wir Mietkauf bzw. Ratenkauf an. Damit bleibt der Steuervorteil erhalten, und die Lösung ist meistens günstiger als ein Bankkredit. Außerdem bleibt der Kreditrahmen bei der Hausbank bestehen.

IVVA: Können wir da ein Zahlenbeispiel nennen? Um ein Gefühl für die finanziellen Auswirkungen zu erhalten?

GF Rimpl: Ein konkretes Beispiel: Bei 300.000 Euro Investition entstehen durch den IFB 60.000 Euro zusätzlicher Aufwand im ersten Jahr. Bei einem Grenzsteuersatz von 50 Prozent spart der Unternehmer 30.000 Euro Steuern.

IVVA: Und wenn ich keinen Gewinn mache, also keine Steuern zahle?

GF Rimpl: Der IFB ist auch dann möglich und sinnvoll, denn damit dehnt er seine Verlustvorträge aus. Manche Unternehmen sind aus steuerlichen Überlegungen genau darauf aus.

IVVA: Viele Versicherungsvermittler klagen über den starken Konkurrenzdruck durch den Autohandel, also im Bereich des KFZ-Leasing. Deute ich Ihre bisherigen Berichte so, dass Sie im Gewerbebereich aktuell die größten Chancen für Vermittler sehen?

GF Rimpl: Ja. Aktuell ganz klar im Gewerbebereich. Dort ist die Konkurrenz viel geringer als bei Autos. Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Ein Maschinenbauer bekam vom Hersteller ein Leasingangebot mit 7,5 bis 8 Prozent. Wir konnten etwa vier Prozent fix anbieten, die Provision bereits berücksichtigt. Das sind über die Laufzeit viele tausend Euro Unterschied. Der Vermittler verdient dabei gut und der Kunde bekommt trotzdem ein deutlich besseres Angebot.

IVVA: Zum Begriff Gewerbe. Welche Unternehmen kommen typischerweise als Leasingkunden infrage? Helfen Sie mir ein wenig auf die Sprünge…

GF Rimpl: Praktisch jedes Gewerbe. Ein Bäcker hat Teigmaschinen, Kühlvitrinen und Lieferwagen. Ein Arzt oder Zahnarzt besitzt teure Geräte wie Behandlungsstuhl, Röntgen oder Ultraschall. Ein Getränkehersteller hat Abfüllanlagen, Hochregallager, Stapler. Hotels und Gastronomie haben Küchen- und Haustechnik. Und dann gibt es die ganze Sparte der ökologischen Investitionen wie Photovoltaikanlagen, Speicherlösungen oder Wärmepumpen. Das sind alles hochwertige, teure Güter, perfekt für Leasing oder Mietkauf.

Agenten müssen Kunden vom Leasing nicht überzeugen, das machen die sowieso. Jedoch muss der Agent darauf aufmerksam machen dass auch von ihm Leasing angeboten werden kann. Und das zu TOP-Konditionen.

IVVA: Was raten Sie Vermittlern in der Praxis?

GF Rimpl: Aktiv darüber zu sprechen. Viele Kunden sagen noch immer: „Ich wusste gar nicht, dass du auch Leasing machst.“ Genau das darf nicht passieren. Sobald der Kunde investiert, kann der Vermittler sowohl die Finanzierung als auch die passende Versicherung abdecken. Das ist ein riesiger Vorteil. Und es lohnt sich, einfach mal zehn Minuten bewusst darüber nachzudenken, welche Kunden im eigenen Umfeld wahrscheinlich investieren werden. Und dann mus man ins TUN kommen. Aufmerksam machen, ansprechen uvm.

IVVA: Unterstützen Sie Vermittler auch mit Marketingmaterial?

GF Rimpl: Ja, selbstverständlich. Wir bieten Flyer, kurze Videos, Musterschreiben und weitere Unterlagen an. Wer das braucht, kann sich bei uns einfach melden. Wir zeigen dabei auf wie es jene Vermittler „auf die Strasse bringen“ und Leasing in regelmäßigen Abständen für Kunden umsetzen. Unser Ziel ist es, Vermittlern das Geschäft so leicht wie möglich zu machen und ihnen ein schlagkräftiges Argumentarium an die Hand zu geben.

IVVA: Können Sie die Vorteile des Gewerbeleasing nochmals kurz zusammenfassen?

GF Rimpl: Der Gewerbeleasingmarkt bietet aktuell enorme Chancen:
Agenten können das Produkt Leasing in allen Branchen anbieten, Gewerbe, Handel, Industrie etc. Günstige Konditionen, steuerliche Vorteile durch Mietkauf, freie Kreditlinien bei der Hausbank.

All das sind starke Argumente. Wer jetzt als Vermittler aktiv wird (und seine Kundenbasis auf Leasing hinweist), kann sich als echter Problemlöser positionieren und gleichzeitig sein Versicherungsgeschäft sichern: Denn noch etwas ist sicher: Alles was gekauft wird muss auch versichert werden.

Und 3. Botschaft: Nutzen Sie die Chance des erhöhten Investitionsfreibetrag, der bis 31. 12. 2026 gilt. Angesichts der schwierigen Budgetlage des Staates könnte es keine Verlängerung im nächsten Jahr geben.

Nächste Woche beantworten wir die Frage eines IVVA-Mitglieds zum Thema „wie bestehe ich im Konkurrenzkampf mit dem Autohandel und sichere meinen Kunden auch im Versicherungsbereich ab?“.

 

Weitere Vorteile bei CHECKLEASING?

  • Eine zentrale Anlaufstelle statt vieler Einzelanfragen
  • Attraktive Konditionen durch hohe Vertragsvolumina
  • Passende Lösungen für Leasing, Mietkauf und Ratenkauf
  • Mehrwert für Ihre Kunden – und für Ihre Provision

 

Sie wollen mit Checkleasing zusammenarbeiten? Nehmen Sie bitte Kontakt auf:

GF Walter Rimpl
Telefon: +43 1 367 19 75, Fax DW 89
Mobil:     +43 664 120 94 90
Mail: office@checkleasing.at
Web: http://www.checkleasing.at

 

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